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„Memento Odesa“ - Sebastian Studnitzky über sein musikalisches Benefizprojekt für die Ukraine

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Enge Kontakte in die Künstlerszene der Ukraine

Sebastian Studnitzky ist ein Künstler, der sich gern in die Stille zurückzieht, um kreativ zu sein. Andererseits aber reist er auch wahnsinnig viel und hat ein künstlerisches Netzwerk in vielen Ländern aufgebaut. Der Wunsch einer engeren Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern aus der Ukraine schlummert schon sehr lange in ihm. Bereits vor dem russischen Angriffskrieg hatte er Kontakte in die Künstlerszene der Ukraine gepflegt, wie er im Gespräch mit SWR2 erzählt.

Offizielles Musikvideo zu „Memento Odesa“

Emotionale Standing Ovations beim Auftaktkonzert in Odessa

Als Auftakt zum Benefizprojekt „Memento Odesa“ hat Sebastian Studnitzky am 2. März mit Musiker*innen aus der Ukraine und dem Odesa Symphonic Orchestra unter der Leitung von Volodymyr Dikiy das erste Konzert in Odessa gegeben. Die Menschen in der ausverkauften Philharmonie seien zutiefst bewegt gewesen, so Sebastian Studnitzky – nach dem Konzert gab es nicht enden wollende Standing Ovations.
Es war wunderschön zu sehen, welchen ‚Impact‘ Musik oder Kunst in solch einem bewegenden Moment haben kann. Mich interessiert nicht Musik, bei der ich nur Töne höre, mich interessiert Musik, in der ich Gefühle spüre.

Quelle: Sebastian Studnitzky

Sebastian Studnitzky: „Eines der schönsten Konzerte meines Lebens“

Für ihn selbst sei dieses Konzert eines der schönsten seines Lebens gewesen, schreibt er auch auf Facebook. Als Sebastian Studnitzky im Gespräch mit SWR2 von dem Auftritt erzählt, kommen ihm die Tränen. Vor dem Konzert hatte es einen der schwersten Drohnenangriffe auf Odessa gegeben, bei dem mehrere Menschen ums Leben kamen, etliche verletzt wurden. Das Konzert habe mit einer Schweigeminute begonnen, erzählt Sebastian Studnitzky, und die emotionale Atmosphäre in der Philharmonie von Odessa sei mit der in einer Kirche vergleichbar.
Memento Odesa“ muss jetzt auf die Bühne. Ich finde es wahnsinnig gefährlich, dass die Menschen bei uns müde werden, ständig von der Ukraine zu hören.

Quelle: Sebastian Studnitzky

Das Interesse der Menschen am Schicksal der Ukraine lässt nach

Mit Konzertprojekten wie „Memento Odesa“ dürfe man nicht warten, sagt Sebastian Studnitzky – man müsse jetzt etwas bewegen, denn er beobachtet, dass das Interesse der Menschen am Schicksal der Ukraine nachlässt. Das sei eine sehr große Gefahr. Die Deutschlandtournee mit insgesamt 11 Konzerten in kürzester Zeit zu organisieren, war ein immenser bürokratischer Aufwand. Sebastian Studnitzky berichtet, eine besondere Schwierigkeit sei darüber hinaus gewesen, die Männer des Orchesters aus dem Land zu bekommen – deshalb finden die Konzerte in Deutschland nur mit Streichorchester statt, das nun zu 90 Prozent mit Frauen besetzt ist.
Natürlich sind wir mit dem Projekt „Memento Odesa“ ein Risiko eingegangen, es ist eine Privataktion. Aber bei einem Krieg können nicht alle einfach in der Wohlfühlzone bleiben.

Quelle: Sebastian Studnitzky

Bei seinen sehr kurzfristigen Anfragen bei Konzertveranstaltern in Deutschland hat Sebastian Studnitzky beeindruckende Erfahrungen gemacht, wie er erzählt. Ob es das Pantheon Theater in Bonn war, das Tollhaus in Karlsruhe oder der Hospitalhof in Stuttgart – alle hätten sofort begriffen, dass es um ein besonderes Projekt geht und ihm innerhalb von einer Minute einen Konzerttermin ermöglicht.

Empathie wecken und Kriegsleid kommunizieren

Mir ist es total wichtig, Empathie zu wecken und über Emotionen das menschliche Leid in dem Krieg zu kommunizieren.

Quelle: Sebastian Studnitzky

In den bisherigen Konzerten in Deutschland ist Sebastian Studnitzky mit seinem Projekt „Memento Odesa“ beim Publikum auf eine große Resonanz gestoßen. Was ihn besonders berührt hat: im Publikum saßen viele Menschen aus der Ukraine, die vor dem Krieg flüchten mussten. Ihnen sei im Konzert das Herz aufgegangen, in Deutschland „ihr“ Orchester auf der Bühne zu erleben, sagt Studnitzky. Jedes Konzert sei total beseelt gewesen.

„Memento Odesa“ - Ausdruck des Widerstands und der Hoffnung

Sebastian Studnitzky lebt in Berlin, aber er wurde im badischen Neuenbürg geboren. Studiert hat er Klavier und Trompete an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Und so freut er sich auf die kommenden Konzerte in seiner alten Heimat, dem Südwesten. Er ist ein Musiker, der seine künstlerische Freiheit liebt und braucht. Schon jetzt plant er mit seinem Team die nächste Tournee mit Musikerinnen und Musikern aus der Ukraine, für November/Dezember 2024. Gemeinsam kämpfen sie dafür, dass erfahrenes Unrecht und Leid der Menschen in der Ukraine nicht vergessen werden. „Memento Odesa“ ist Ausdruck des Widerstands und der Hoffnung zugleich.
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Enge Kontakte in die Künstlerszene der Ukraine

Sebastian Studnitzky ist ein Künstler, der sich gern in die Stille zurückzieht, um kreativ zu sein. Andererseits aber reist er auch wahnsinnig viel und hat ein künstlerisches Netzwerk in vielen Ländern aufgebaut. Der Wunsch einer engeren Zusammenarbeit mit Musikerinnen und Musikern aus der Ukraine schlummert schon sehr lange in ihm. Bereits vor dem russischen Angriffskrieg hatte er Kontakte in die Künstlerszene der Ukraine gepflegt, wie er im Gespräch mit SWR2 erzählt.

Offizielles Musikvideo zu „Memento Odesa“

Emotionale Standing Ovations beim Auftaktkonzert in Odessa

Als Auftakt zum Benefizprojekt „Memento Odesa“ hat Sebastian Studnitzky am 2. März mit Musiker*innen aus der Ukraine und dem Odesa Symphonic Orchestra unter der Leitung von Volodymyr Dikiy das erste Konzert in Odessa gegeben. Die Menschen in der ausverkauften Philharmonie seien zutiefst bewegt gewesen, so Sebastian Studnitzky – nach dem Konzert gab es nicht enden wollende Standing Ovations.
Es war wunderschön zu sehen, welchen ‚Impact‘ Musik oder Kunst in solch einem bewegenden Moment haben kann. Mich interessiert nicht Musik, bei der ich nur Töne höre, mich interessiert Musik, in der ich Gefühle spüre.

Quelle: Sebastian Studnitzky

Sebastian Studnitzky: „Eines der schönsten Konzerte meines Lebens“

Für ihn selbst sei dieses Konzert eines der schönsten seines Lebens gewesen, schreibt er auch auf Facebook. Als Sebastian Studnitzky im Gespräch mit SWR2 von dem Auftritt erzählt, kommen ihm die Tränen. Vor dem Konzert hatte es einen der schwersten Drohnenangriffe auf Odessa gegeben, bei dem mehrere Menschen ums Leben kamen, etliche verletzt wurden. Das Konzert habe mit einer Schweigeminute begonnen, erzählt Sebastian Studnitzky, und die emotionale Atmosphäre in der Philharmonie von Odessa sei mit der in einer Kirche vergleichbar.
Memento Odesa“ muss jetzt auf die Bühne. Ich finde es wahnsinnig gefährlich, dass die Menschen bei uns müde werden, ständig von der Ukraine zu hören.

Quelle: Sebastian Studnitzky

Das Interesse der Menschen am Schicksal der Ukraine lässt nach

Mit Konzertprojekten wie „Memento Odesa“ dürfe man nicht warten, sagt Sebastian Studnitzky – man müsse jetzt etwas bewegen, denn er beobachtet, dass das Interesse der Menschen am Schicksal der Ukraine nachlässt. Das sei eine sehr große Gefahr. Die Deutschlandtournee mit insgesamt 11 Konzerten in kürzester Zeit zu organisieren, war ein immenser bürokratischer Aufwand. Sebastian Studnitzky berichtet, eine besondere Schwierigkeit sei darüber hinaus gewesen, die Männer des Orchesters aus dem Land zu bekommen – deshalb finden die Konzerte in Deutschland nur mit Streichorchester statt, das nun zu 90 Prozent mit Frauen besetzt ist.
Natürlich sind wir mit dem Projekt „Memento Odesa“ ein Risiko eingegangen, es ist eine Privataktion. Aber bei einem Krieg können nicht alle einfach in der Wohlfühlzone bleiben.

Quelle: Sebastian Studnitzky

Bei seinen sehr kurzfristigen Anfragen bei Konzertveranstaltern in Deutschland hat Sebastian Studnitzky beeindruckende Erfahrungen gemacht, wie er erzählt. Ob es das Pantheon Theater in Bonn war, das Tollhaus in Karlsruhe oder der Hospitalhof in Stuttgart – alle hätten sofort begriffen, dass es um ein besonderes Projekt geht und ihm innerhalb von einer Minute einen Konzerttermin ermöglicht.

Empathie wecken und Kriegsleid kommunizieren

Mir ist es total wichtig, Empathie zu wecken und über Emotionen das menschliche Leid in dem Krieg zu kommunizieren.

Quelle: Sebastian Studnitzky

In den bisherigen Konzerten in Deutschland ist Sebastian Studnitzky mit seinem Projekt „Memento Odesa“ beim Publikum auf eine große Resonanz gestoßen. Was ihn besonders berührt hat: im Publikum saßen viele Menschen aus der Ukraine, die vor dem Krieg flüchten mussten. Ihnen sei im Konzert das Herz aufgegangen, in Deutschland „ihr“ Orchester auf der Bühne zu erleben, sagt Studnitzky. Jedes Konzert sei total beseelt gewesen.

„Memento Odesa“ - Ausdruck des Widerstands und der Hoffnung

Sebastian Studnitzky lebt in Berlin, aber er wurde im badischen Neuenbürg geboren. Studiert hat er Klavier und Trompete an der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart. Und so freut er sich auf die kommenden Konzerte in seiner alten Heimat, dem Südwesten. Er ist ein Musiker, der seine künstlerische Freiheit liebt und braucht. Schon jetzt plant er mit seinem Team die nächste Tournee mit Musikerinnen und Musikern aus der Ukraine, für November/Dezember 2024. Gemeinsam kämpfen sie dafür, dass erfahrenes Unrecht und Leid der Menschen in der Ukraine nicht vergessen werden. „Memento Odesa“ ist Ausdruck des Widerstands und der Hoffnung zugleich.
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