158 - Die Angst vor Ablehnung

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Lass uns über Ablehnung sprechen

Das Thema heute liegt mir sehr am Herzen, denn heute sprechen wir über das Thema Selbstaufgabe und Ablehnung.

Wir wollen in dieser Folge in das Thema tauchen und erkennen, was genau hinter der Ablehnung steckt. Was du daraus erkennen kannst und auch, welche Lektionen darin stehen können.

Magst du dir mal überlegen, wo du dich abgelehnt fühlst? Was steckt genau dahinter? Und wer lehnt dich eigentlich ganz genau ab?

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Warum ist Ablehnung so ein grosses Thema?

Ich sehe es in meinem Leben und auch in dem meiner Studenten immer wieder. Wir alle fühlen uns abgelehnt. Das hat etwas mit Urängsten zu tun.

Ablehnung mach uns auf Zellebene Angst, denn ursprünglich war es etwas lebensgefährliches, wenn man abgelehnt wurde. In den Lebensgemeinschaften, die wir ursprünglich hatten, lebten wir in kleinen Dorfgemeinschaften und rund um das Dorf gab es viele Gefahren; zum Beispiel von wilden Tieren oder auch die Gefahr zu verhungern und einsam zu sein. Wenn du nun abgelehnt wurdest, weil du etwas unpassendes gemacht hast und darum aus dieser Dorfgemeinde verbannt wurdest, dann war es ziemlich wahrscheinlich, dass du einsam und alleine sterben konntest. Und genau diese Angst ist noch ganz tief in unseren Zellen vergraben.

Rational ist wohl jedem klar, dass dies heute nicht mehr so ist. Du hast eine Einkommensquelle, du hast ein Dach über dem Kopf und du hast Freunde, ausserhalb vom Familienverband und der Dorfgemeinde.

Die Gefahr, einsam und verlassen im Wald zu sterben ist heute also nicht mehr so gross.

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Wer lehnt dich denn ab?

Gehen wir mal auf das Thema Lebenseinstellung ein und stellen uns vor, du beginnst du zu meditieren.

Jetzt gehst du raus und erzählst das den Menschen in deinem Leben und eine Person findet: "Was ist denn das für ein Blödsinn?" Die Einstellung dieses Menschen hat nichts mit dir zu tun, nur mit der Einstellung von deinem Gegenüber zu dem Thema. Sie liebt dich als Mensch deshalb nicht weniger.

Aber was passiert in diesem Moment in dir? Warum fühlst du dich dann abgelehnt? Wer lehnt dich ab? Ich weiss, dass es eine grosse Herausforderung ist, sich diese Fragen zu stellen und das es nicht besonders viel Spass macht, da rein zu tauchen!

Oft ist es so, dass du selber noch Zweifel daran hast und vielleicht noch nicht 100% sicher bist, dass dein Weg der richtige ist. Und das ist dann der Grund, warum du dich abgelehnt fühlst.

Du lehnst dich selber ab.

Ist es lebensbedrohlich, wenn jemand deine Lebenseinstellung doof findet? Oder geht es dir besser, wenn du dir treu bleibst und deinen Weg gehst?

Ist es besser, dich zu zensieren und nur noch das zu sagen was für dein Gegenüber stimmt? Oder möchtest du einen Weg finden, authentisch zu sein, ohne deine Grenzen oder die Grenzen deines Gegenübers zu verletzen?

Es gibt auch die Möglichkeit zu sagen: Wir sind uns einig, dass wir uns uneinig sind.

Denn man kann im grössten Frieden und in grossem Respekt feststellen, dass man nicht immer die gleiche Meinung haben muss im Leben. Jeder darf für richtig halten, was er oder sie für richtig hält. Das bedroht unser Leben nicht. Ich hab viele Freunde, bei denen ich weiss, dass wir nicht gleicher Meinung sind.

Ich liebe diese Menschen darum nicht weniger. Wenn du aber beginnst, nur noch das zu sagen, was die andere Person hören möchte, dann gibst du dich selber auf.

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Eine Gratwanderung zwischen Selbstaufgabe und Selbstakzeptanz

Es ist nicht möglich nicht abgelehnt zu werden. Das geht einfach nicht.

Du wirst immer irgendjemanden in deinem Leben haben, der nicht einverstanden mit dem ist, was du tust, glaubst oder möchtest.

Aber wenn du versuchst, ein Leben zu leben, in dem du nie abgelehnt wirst, wird das auf keinen Fall funktionieren. Du bist dir dann nämlich selber nicht mehr treu, du bist nicht fassbar und du bist dann auch nicht mehr wertvoll.

In dem Moment, in dem du nicht mehr Platz hast in deinem eigenen Leben - wenn du dir nicht mehr den Wert gibst, der dir zusteht und dein Gegenüber immer wichtiger ist, als du selber - dann gibts du dich selber auf.

Wenn du in deinem Job immer wieder Ablehnung erfährst, du immer wieder zu hören bekommst: "Du bist nicht genug." Dann bist du aufgefordert hin zu schauen und dich zu fragen: Gebe ich mit selber den Wert, der mir zu steht? Oder lehne ich mich selber ab?

In dem Moment, in dem du weisst, dass du richtig bist wie du bist, kannst du damit umgehen.

Ich will nicht sagen, dass es dir irgendwann egal ist und du dieses Gefühl nie mehr haben wirst. Das wird es nicht passieren, denn wir sind fühlende Wesen.

Aber du lernst zu reflektiertieren und zu schauen, was dein Anteil daran ist und was nicht. Du erkennst, woran du arbeiten kannst und was nicht deines ist.

Und damit kommst du in die Selbstannahme und in die Eigenermächtigung.

Erkenne, dass Menschen kommen und gehen. Die einzige Person die immer bleibt, bist Du. Und darum ist es wichtig, dass du lernst, dich selber bedingungslos zu lieben.

Erkenne, dass du dich selber aufgibst, wenn du dich nicht mehr liebst.

In der Ablehnung steckt ein grosses Geschenk. Es zeigt dir, was du nicht möchtest und wo du nicht hin möchtest. Ich wünsche mir, dass du dieses Geschenk erkennen kannst.

Alles Liebe,

Marisa

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